Transportation Systems

Datum: Mittwoch Oktober 3, 2007
Posted in: Allgemein

Mobilität: Ein Schlüsselthema des 21. Jahrhunderts

Über eines sind sich alle Experten einig: Damit Megastädte nicht zu Krebsgeschwüren der Menschheit werden, ist ein Umdenken nötig. Im Vordergrund stehen drei Grundsätze: so viel wie möglich wiederverwenden, Energie sparen und den Autoverkehr spürbar reduzieren. Vor allem die letzte Forderung treibt Städteplaner um. Für sie zählt die Verkehrsinfrastruktur zu den wichtigsten Faktoren, damit eine Stadt lebensfähig bleibt.

Mit dem Ansatz „Complete Mobility” verfolgt Transportation Systems (TS) das Ziel, die Verbindungen zwischen den Metropolen, aber auch innerhalb der Ballungsräume, den heutigen Bedürfnissen nach Mobilität anzupassen. „Wir können mit unserer Kompetenz und Erfahrung auf den unterschiedlichen Gebieten der Verkehrstechnik zur Lösung der drängenden Probleme einen wichtigen Beitrag leisten”, erklärt Hans M. Schabert, Vorsitzender des TS-Bereichsvorstandes. Jeder Verkehrsträger hat für bestimmte Strecken oder Einsatzmöglichkeiten spezielle Vorteile – nötig ist aber die intelligente Verknüpfung. Nur so können die Verkehrsströme besser bewältigt und der Ausstoß schädlicher Klimagase erheblich reduziert werden. Die Bahn hat in vielen Bereichen im Fern- wie im Nahverkehr gegenüber dem Auto, aber auch dem Flugzeug, erhebliche Vorteile bei der Klimaverträglichkeit.
Beispiel Köln-Frankfurt: Die Bahn erzeugt 75 Prozent weniger C02 als das Flugzeug. Im Nahverkehr liegen die C02-Emissionen pro Platz und Kilometer beim Pkw etwa um den faktor drei höher als bei Stadt- oder U-Bahn. Auch insgesamt erweist sich der Schienenverkehr als umweltfreundlich: In Deutschland verbraucht der gesamte Schienennah- und -fernverkehr zum Beispiel weniger Energie als die Gefrier- und Kühlschränke in allen Haushalten. Die Lösung liegt nahe: Die Attraktivität der Bahnen muss erhöht werden, damit der Wechsel auf den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene leicht fällt.

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Handeln – statt reden!
Durch den Ansatz „Complete Mobility” leistet der Bereich mit seiner Bahntechnik einen aktiven Beitrag zum Schulz der Umwelt, zur Senkung des Energieverbrauchs und damit des C02-Ausstoßes. Ein Beispiel dafür ist das statische Energiespeichersystem Sitras SES. „Dabei wird die Energie eines bremsenden Zuges in einen Energiespeicher neben dem Bahngleis quasi ausgelagert. Diese Energie kann später entweder dem gleichen oder anderen Fahrzeugen zum Beschleunigen zur Verfügung gestellt werden. Damit wird die kostbare Energie, die beim Bremsen sonst in Wärme umgewandelt wird und verloren geht, nutzbringend für den Zugbetrieb wiederverwendet”, erläutert Roland Edel vom TS-Geschäftsgebiet „Electrification”.

Metro statt Auto
Für immer mehr Menschen ist Mobilität nur ein Traum – und die nackte Realität des Stop-and-go-Verkehrs in den Metropolen der Albtraum. Doch es geht auch anders – leistungsfähige Straßenbahnen sorgen für attraktive Mobilität in der Großstadt. Automatisierungslösungen für den Nahverkehr steigern die Beförderungskapazität und können flexibel an den Bedarf angepasst werden. Beispielsweise fährt die längste Niederflur-Straßenbahn der Welt mit knapp 55 Metern im ungarischen Budapest. Ein Vorteil vom Combino Plus: Mit nur 32 Zentimetern Einstiegshöhe wird Eltern mit Kinderwagen und Fahrgästen mit Bewegungseinschränkungen der Zugang leicht gemacht.

Zug statt Flugzeug
Für die Verbindung zwischen Städten sind Hochgeschwindigkeitszüge auf Entfernungen von 400 Kilometern schneller und bequemer als Flüge. Der ICE 3, der unter der Systemführerschaft von Siemens hergestellt wurde, fährt bereits seit der Expo im Jahr 2000 auf deutschen Schienen sowie in angrenzende Länder – unter anderem auch bis nach Paris. In Spanien saust fahrplanmäßig der Velaro E über die Gleise und auch in China und Russland fiel die Entscheidung für den pfeilschnellen Zug.

Pro Umweltschutz
Klimaschutz und Energieeffizienz sind ebenfalls wichtige Themen Für TS. „Green Mobility” ist ein Teilaspekt. Am Metrofahrzeug für Oslo zeigt TS, wie das Prinzip des Umweltschutzes in einer neuen Dimension verwirklicht wird. Sämtliche zur Herstellung verwendeten Materialien werden unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes ausgewählt. Eine Recyclingquote von rund 95 Prozent des Fahrzeugs unterstreicht die hervorragende Umweltperformance im internationalen Vergleich. Der Weltmarkt für Mobilität wächst – und eröffet TS gute Zukunftschancen.

Helmut Bresler